Gedenkstättenfahrt – Jerusalem

Gedenkstättenfahrt – Jerusalem

 

Bedarf:

Welch drastischen Folgen eine nationalistische Denkweise mit sich bringt wird in der Sekundarstufe l und ll intensiv anhand des ersten und zweiten Weltkrieges thematisiert. Sehr früh wird in der Schule die Wichtigkeit von einer funktionierenden Demokratie behandelt.

Die Mehrheit der Jugendlichen bei uns im Verein sind Muslime. Wir haben bei einigen unserer Jugendlichen beobachtet, dass trotz jahrelanger Thematisierung der Weltkriege in der Schule die Sensibilisierung gegenüber den Auswirkungen totalitärer Regime und menschenverachtender Ideologien noch nicht ganz gegeben ist.

Gespräche mit unseren Jugendlichen haben ergeben, dass mehrere Gründe dahinterstecken. Der Hauptgrund ist allerdings, dass sie sich schlichtweg nicht mehr damit identifizieren können. Ihre Argumente sind, dass die Weltkriege „zu weit in der Vergangenheit“ liegen und „dass sowas seitdem nicht mehr passiert ist und in der Zukunft bestimmt auch nicht mehr passieren wird“. Leider können diese Umstände manchmal sogar zu einer Verharmlosung des Genozides führen.

 

Ziele:

In Jerusalem gibt es viele Überlebende des Weltkrieges. Sie wollen von dem Schrecken, den sie erlebten, berichten. Ihre Zeugnisse sind wichtig, um zu verstehen, wie es zu diesen Gewaltverbrechen kommen konnte. Sie zeugen aber auch von den Herausforderungen und Hoffnungen eines Lebens nach dem Überleben. Es sollen Begegnungen mit eben diesen Menschen stattfinden.

Jugendliche sollen dadurch aufgeklärt und sensibilisiert werden, welche drastischen Auswirkungen eine nationalistische Denkweise und totalitäre Regime mit sich bringen kann. Der Fokus unseres Projektes wird zum Kernthema Nationalsozialismus gesetzt. Ziel des Projektes ist es, sie dazu zu bewegen mit den Erfahrungen, die sie im Projekt machen, eine eigene demokratische Haltung zu entwickeln und dadurch sie in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern.

Durch Aufklärung über Themen wie Religionsfreiheut und Nationalsozialismus und deren Folgen und Auswirkungen sollen mögliche Vorurteile abgebaut werden. Dadurch soll den Jugendlichen eine weitere Perspektive nähergebracht werden. Ein Besuch der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem ist ebenfalls geplant.

Gefördert durch: